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               Der November – eine Brachzeit

Foto: G. Cimaschi, Herbst 2018 Brüttisellen

Gedenken heisst aufbrechen

Der Monat November ist sei jeher eine Zeit, in der man sich bewusster wird, dass wir Menschen in den ewigen Kreislauf eingebunden sind von geborenwerden, leben und vergehen. Dies tritt an den beiden kirchlichen Festen ‘Allerheiligen’ und ‘Allerseelen’ besonders zeichenhaft hervor. Es ist die Erinnerung an das, was gewesen ist, verbunden mit dem, was kommen mag. Wir erinnern uns – mehr als sonst – an einen besonders schönen Ort, an ein Lied im Radio, an einen bestimmten Geruch: es gibt im Alltag immer wieder Situationen, in denen wir uns ganz unvermittelt an geliebte Menschen erinnern, die unlängst oder schon vor längerem verstorben sind. Diese Momente sind kostbar und wertvoll, denn wie der Schriftsteller Berthold Brecht sagte, ist der Mensch erst wirklich tot, wenn niemand mehr an ihn denkt. Mit Allerheiligen am 1. November und Allerseelen am 2. November feiert die katholische Kirche zwei Festtage, an denen man ganz bewusst der Verstorbenen gedacht und unsere Verbundenheit mit ihnen über den Tod hinaus Ausdruck verliehen wird.

Im Monat November besuchen viele Menschen, die vielleicht kaum einen Friedhof aufsuchen, die Grabstellen ihrer Angehörigen, schmücken sie und entzünden Grablichter. Sie sollen den Verstorbenen als Ewiges Licht leuchten und an sie erinnern. Dann feiern die christlichen Kirchen besondere Gottesdienste und Feiern auf dem Friedhof zu Allerheiligen und Allerseelen Dabei erinnert man sich an jene Menschen, was sie während ihres Erdenlebens geschaffen und uns hinterlassen haben. Und ihnen dafür zu danken, dass sie uns berührt und beeinflusst haben. Dabei werden wir unweigerlich mit der eigenen Sterblichkeit konfrontiert. Wir finden im Glauben Trost und Zuversicht, nämlich in der Gewissheit, dass der Tod nicht das Ende ist, sondern der Anfang des Ewigen Lebens. Denn Jesus sagte: „Ich bin die Auferstehung, und ich bin das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, selbst wenn er stirbt.“ (Johannes 11,24)

Das Seelsorgeteam St. Antonius lädt Sie herzlich ein, den Monat NOVEMBER aktiv zu nutzen, und sich die Zeit nehmen, diesen Fragen nachzusinnen. Denn es geht ans ‘Lebendige’, das uns für unseren Alltag stärken und ermutigen will.